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Grafenwald (Bottrop)

Grafenwald ist ein Stadtteil des Bottroper Stadtbezirks Kirchhellen in Nordrhein-Westfalen mit etwa 5700 Einwohnern.[1]

Grafenwald
Stadt Bottrop

51.5756.896111111111160

Höhe: 60 m
Fläche: 16,5 km²
Einwohner: 5707 (31. Dez. 2017)
Bevölkerungsdichte: 346 Einwohner/km²
Postleitzahl: 46244
Vorwahl: 02045
Karte
Lage von Grafenwald in Bottrop
Luftbild von Grafenwald
Luftbild von Grafenwald

. . . Grafenwald (Bottrop) . . .

Die erste urkundliche Erwähnung erhielt Grafenwald im Jahre 1163 mit der Nennung des dort gelegenen Hofes Deffte.[2] Um 1240 wurde hier ein Zisterzienserinnenkloster eingeweiht, das bis zu 25 Nonnen beherbergte, aber bereits sieben Jahre später wieder aufgegeben wurde. Der genaue Standort der Anlage war an einem “Marienbach”, ist aber heute nicht mehr genau feststellbar. Später gehörte das größtenteils bewaldete Gebiet zu den Ländereien des Grafen von Merfeldt zu Lembeck. In Lehnbriefen aus den Jahren 1733 und 1805 wird das Gebiet ausschließlich als “Vosses oder Junkeren Sondern” bezeichnet. Der Name “Grafenwald” erscheint zum ersten Mal in einer Bekanntmachung aus dem Jahre 1825. Schließlich wurde das Areal Teil des Kirchspiels Kirchhellen und zählte zum Vest Recklinghausen. In der Zeit Napoleons war Kirchhellen eine Mairie, später eine Landgemeinde im Kreis Recklinghausen.

Um 1825 erscheint der Ortsname Grafenwald auf Landkarten. 1876 wurde eine einzügige Nebenschule für zwölf Kinder vom Defften Feld gegründet. Im Dezember 1892 erhielt sie den Namen Schule zu Grafenwald.[3][4] 1899 erfolgte der Bau der ersten Kirche, 1909 wurde für Grafenwald ein eigener Friedhof in kommunaler Verantwortung der Gemeinde Kirchhellen gegründet. Erst um 1960 wird Grafenwald in den Einwohnerverzeichnissen Kirchhellens als Ortsteil genannt. Bis dahin wurde Grafenwald zum Ortsteil Holthausen gezählt.[5] Im Zweiten Weltkrieg lag in Grafenwald eine Doppelbatterie der Luftwaffenflak mit einem besonders weitreichenden Radargerät, welches den gesamten Bereich des zugehörigen Flakregiments orientierte, das den westlichen Nordrand des Ruhrgebietes belegte.[6]

Am 1. Januar 1975 wurde die Gemeinde Kirchhellen neben der Stadt Gladbeck nach Bottrop eingemeindet (Glabotki).[7] Am 6. Dezember des gleichen Jahres wurde diese Eingemeindung gerichtlich aufgehoben.[7] Schließlich wurde Kirchhellen – und damit auch Grafenwald – am 1. Juli 1976 über einen Gebietsänderungsvertrag der Stadt Bottrop und der Gemeinde Kirchhellen doch noch ein Teil Bottrops.[7]

Katholische Kirche Hl. Familie in Bottrop-Grafenwald
Evangelisches Gemeindezentrum Grafenwald

. . . Grafenwald (Bottrop) . . .

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