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World Rugby

World Rugby, bis November 2014 International Rugby Board (IRB) genannt, ist der Weltverband der Sportarten Rugby Union und Siebener-Rugby. Er wurde 1886 als International Rugby Football Board (IRFB) von den Verbänden aus Schottland, Irland und Wales gegründet. 1890 kam England, das zunächst einen Beitritt verweigert hatte, als erstes Neumitglied hinzu.[2]

World Rugby

Logo von World Rugby
Sportart Rugby Union, 7er-Rugby
Gegründet 1886
Präsident Bill Beaumont
Vorstand Alan Gilpin
Mitglieder 102+18[1]
Verbandssitz Dublin, Irland
Offizielle Sprache(n) Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch
Homepage www.world.rugby

Der Hauptsitz von World Rugby befindet sich in der irischen Hauptstadt Dublin. Dem Verband angeschlossen sind 120 Mitglieder (April 2021) und sechs Regionalverbände. World Rugby richtet einige der bedeutendsten internationalen Turniere aus, allen voran die alle vier Jahre stattfindenden Rugby-Union-Weltmeisterschaften.

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IRB-Logo bis November 2014

Vor 1885 wurden die Spielregeln vom englischen Verband Rugby Football Union festgelegt. Wegen Streitigkeiten über Regeln und Punktwertung gründeten die Verbände aus Irland (Irish Rugby Football Union), Schottland (Scottish Rugby Union) und Wales (Welsh Rugby Union) einen internationalen Verband, den International Rugby Football Board (IRFB), und boykottierten den Spielverkehr mit England. Nach Beilegung der Streitigkeiten trat England 1890 dem IRFB bei. Im selben Jahr legte der IRFB die ersten international verbindlichen Regeln fest. Erst sehr viel später – nämlich 1949 – traten die bedeutenden Rugbynationen Australien, Neuseeland und Südafrika bei.

Der Board war früher nach seinem Selbstverständnis und dem seiner Mitglieder eine reine Regelkommission, kein eigentlicher Dachverband für Wettbewerbe wie Meisterschaften oder Pokalturniere. Dies lässt schon der Name erkennen: Die Gründer hatten bewusst nicht die Bezeichnung Union, Federation oder Association gewählt. Board bedeutet eher Kommission oder (Aufsichts-)Rat.

Erst nach dem Beitritt Frankreichs im Jahr 1978 wurden in kurzer Folge immer mehr Länder aufgenommen, zunächst die Mitglieder der FIRA-AER (heute: Rugby Europe). Der IRFB wurde zum Weltverband, richtete 1987 die erste Weltmeisterschaft aus und übernahm das Patronat über andere Wettbewerbe. 1998 wurde der Name der Organisation zu International Rugby Board (IRB) verkürzt. Deutschland wurde im November 1988 als 38. Mitglied aufgenommen. Seit November 2014 nennt sich der Verband World Rugby.

Telstra Stadium in Sydney, WM 2003

Die erste Rugby-Union-Weltmeisterschaft fand 1987 in Australien und Neuseeland statt. Seither wird sie alle vier Jahre ausgetragen. Die Weltmeisterschaft zählt mittlerweile zu den bedeutendsten Sportanlässen der Welt. Das Unternehmen Rugby World Cup Ltd., das von World Rugby geleitet wird, ist im Besitz sämtlicher Rechte im Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft. Die Einnahmen sind so groß, dass World Rugby einen bedeutenden Teil davon verwendet, die Entwicklung weniger bedeutender Rugbynationen zu fördern. World Rugby organisiert auch die Rugby-Union-Weltmeisterschaft der Frauen, die ebenfalls alle vier Jahre stattfindet, jeweils im Jahr vor der WM der Männer. Weitere Turniere sind die U-21- und die U-19-Weltmeisterschaft der Männer.

World Rugby ist verantwortlich für die Organisation zahlreicher Wettbewerbe in der Variante Siebener-Rugby. Am bedeutendsten sind die World Rugby Sevens Series. 1993 wurde auf Anregung des schottischen Verbandes erstmals eine Siebener-Rugby-Weltmeisterschaft ausgetragen. Im Jahre 2009 fand zum ersten Mal eine 7er-Rugby-WM für Frauen statt.

Neben den Rugby-Union-Weltmeisterschaften der Männer und Frauen und den zahlreichen 7er-Rugby-Wettbewerben, organisiert World Rugby in der ganzen Welt weitere Turniere. World Rugby hat sich zum Ziel gesetzt, Rugby in Nordamerika populärer zu machen und organisiert deshalb den Churchill Cup und den Super Powers Cup. Der Wettbewerb North America 4 soll langfristig zu einer professionellen nordamerikanischen Liga anwachsen. Ähnlich aktiv ist World Rugby im pazifischen Raum mit dem Pacific Rugby Cup und dem Pacific Nations Cup. Mit dem Nations Cup soll der Sport in Portugal und Russland gefördert werden.

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